Illu 5

Um der großen Nachfrage nach Fortbildungen im Bereich des Unterrichtens von neu Zugewanderten gerecht zu werden und Referentinnen und Referenten auf Tätigkeiten in diesen Themenbereichen vorzubereiten, wurde das Teamteaching-Modell initiiert. Im Rahmen dieser Maßnahme werden erfahrene Dozierende von zukünftigen Dozierenden in ihren Veranstaltungen begleitet.

Die neuen Referentinnen und Referenten übernehmen in Absprache bereits kleinere Teile der Fortbildung, sodass die jeweilige Fortbildung im Team durchgeführt wird. Die begleitenden Referentinnen und Referenten stammen entweder aus dem Expertenpool und decken dort bereits andere Themenbereiche ab oder sie haben sich zur Durchführung von Fortbildungen neu beworben. Mit dem Teamteaching qualifizieren sie sich entsprechend für die Durchführung zukünftiger Veranstaltungen mit neuen Schwerpunkten. Durch das Teamteaching-Modell vergrößert sich gleichermaßen der Expertenpool an geeigneten Referentinnen und Referenten für Lehrerfortbildungen in unterschiedlichen Themenbereichen.

Folgende Themenbereiche haben bis jetzt das größte Interesse neuer Referentinnen und Referenten geweckt:

  • Mehrsprachigkeit anerkennen und wertschätzen,
  • Sprachbiographisches Arbeiten und Language Awareness,
  • Alphabetisierung,
  • Lesen in mehrsprachigen Klassen,
  • Sprachförderung im Fachunterricht (Scaffolding),
  • Interkulturelle Kompetenz und Landeskunde am Beispiel des Projekts „Kunst“,
  • Sprache lernen mit szenischen und kreativen Elementen,
  • Sprachspiele/Spiele im Unterricht Deutsch als Zweit- und Fremdsprache (DaZ/DaF),
  • Sprache und Sport.

Baustein 5 Bild 1

Nach Auswertung der Evaluation von bereits durchgeführten Teamteachings zeigt sich, dass sich das Teamteaching-Modell als eine sehr erfolgreiche und effektive Maßnahme bewährt hat. 87 % der bisher beteiligten Dozierenden beurteilen das Teamteaching aufgrund des Austausches und der engen Zusammenarbeit untereinander als „sehr zufriedenstellend“.

Alle Dozierenden, die bisher (Stand August 2017) teilgenommen haben und sich für weitere Themenbereiche qualifizieren wollen, halten dieses Modell für ein geeignetes Instrument, um sich für einen anderen Themenbereich fortzubilden und würden dieses weiterempfehlen. In der Projektlaufzeit konnten insgesamt 20 Teamteaching-Paare gebildet und betreut werden.

Baustein 5 Bild 2

Darüber hinaus zeigt sich, dass unter den Dozierenden weiterhin ein hohes Interesse an der Teilnahme am Teamteaching-Modell zu den nachfolgenden Themenbereichen besteht: 

  • Organisationsentwicklung im Bereich Beschulung von Sprachanfängerinnen und –anfängern,
  • Alphabetisierung,
  • Testen und Diagnostizieren,
  • Grammatik,
  • Mehrsprachigkeit anerkennen und wertschätzen,
  • Sprachkontrastives Arbeiten,
  • Innere Differenzierung,
  • Dramapädagogik/Dramagrammatik,
  • Lehrwerkanalyse,
  • Aussprache und Intonation,
  • Sprachspiele/Spiele im DaZ-/DaF-Unterricht,
  • Arbeit am (Fach-)Wortschatz,
  • Literatur im Unterricht mit neu zugewanderten Schülerinnen und Schülern,
  • Sprache lernen mit szenischen und kreativen Elementen.