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Die gestiegenen Aufnahmezahlen von neu zugewanderten Schülerinnen und Schülern in allen Kommunen des Ruhrgebiets stellen die Kommunalen Integrationszentren, Schulaufsichten, Schulträger und vor allem die Lehrkräfte vor große Herausforderungen. Der Bedarf an entsprechender Qualifizierung ist bei den Lehrkräften, die nach angemessenen Formen der inneren Differenzierung und der individuellen sprachlichen Förderung suchen, enorm gewachsen. Um dieser Situation konstruktiv begegnen zu können, ist ein Konzept erforderlich, bei dem auf vorhandene Stärken der Schulen und der Universitäten aufgebaut wird und wirksame Unterstützungsmaßnahmen durchgeführt werden können.

Hier setzt das Projekt LeVi an, dessen Hauptschwerpunkt gerade in der Fort- und Weiterbildung der Lehrkräfte im Schuldienst liegt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache an der Universität Duisburg-Essen und des Modellprojekts ProDaZ führen bereits seit vielen Jahren regelmäßig Veranstaltungen und Lehrerfortbildungen im Kontext von Mehrsprachigkeit, Sprachbildung und Deutsch als Zweitsprache durch.

Zur bestmöglichen Gestaltung von zentralen Aufgabenfeldern der Sprachförderung und der Sprachbildung wurde ein Expertenpool aufgebaut, der Fachleute aus Schulen, Universitäten sowie anderen Organisationen vereint. Diese bringen unterschiedliche Kenntnisse des Unterrichtens von neu zugewanderten Schülerinnen und Schülern ein. Auf dieser Basis werden praxistaugliche Fortbildungsformate für Lehrkräfte entwickelt. Das breit gefächerte Angebot richtet sich nicht ausschließlich an Lehrkräfte, die ohnehin in sogenannten Vorbereitungsklassen unterrichten, sondern an Lehrkräfte aller Fächer, aller Schulformen und Schulstufen. Dies umfasst auch die Fachlehrkräfte, die zum Teil zunächst für das Thema des sprachsensiblen Unterrichts interessiert und sensibilisiert werden sollen.

Das Projekt LeVi gestaltet die Organisation und Koordination der Fortbildungen folgendermaßen:

  1. Interessierte Einrichtungen stellen Anfragen über das Kompetenzzentrum des Projekts ProDaZ: das Formblatt finden Sie hier.
     
  2. Erste Kontaktaufnahme – Austausch bezüglich der Bedarfe, beobachteter Probleme, erwünschter Hilfen und Erwartungen.
     
  3. Zweite Kontaktaufnahme – Beratung bezüglich der Konzeption, der Themenschwerpunkte und des Fortbildungsformates (Vortrag, Workshop etc.).
     
  4. Benennung von geeigneten Referentinnen und Referenten aus dem Expertenpool.
     
  5. Vermittlung von Referentinnen und Referenten an die Interessenten.
     
  6. Durchführung der Veranstaltung vor Ort und Evaluation der Veranstaltung.

Lehrerfortbildung

Übersicht über die Anzahl der Fortbildungen an den jeweiligen Institutionen

Baustein 1 Torte 1

Baustein 1 Torte 2