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Die Kommunalen Integrationszentren und Kompetenzteams unterstützen die Lehrkräfte mit unterschiedlichen Fortbildungsformaten in ihrer Arbeit. Das Projekt LeVi leistet hier einen wichtigen Beitrag zur Qualifizierung der Lehrkräfte und zur Verbesserung der Beschulungssituation von neu zugewanderten Schülerinnen und Schülern: Es unterstützt die Kommunalen Integrationszentren und Kompetenzteams neben Fortbildungen als Einzelveranstaltungen mit weiteren Fortbildungsreihen als Vor-Ort-Angebote, die über das Projekt organisiert und finanziert werden. Die erzielte Multiplikatorenwirkung der Fortbildungen vergrößert sich dadurch, dass Lehrkräfte verschiedener Schulformen, zum Teil aus unterschiedlichen Städten, an den durchgeführten Fortbildungsreihen der Kommunalen Integrationszentren teilnehmen.

16 Fortbildungsreihen und insgesamt 54 Fortbildungen wurden bereits organisiert. Neben der Vermittlung von Fachwissen steht die praktische Umsetzung im Unterricht im Mittelpunkt der einzelnen Fortbildungen. Die teilnehmenden Lehrkräfte erhalten viele Anregungen und Anreize für ihren Unterrichtsalltag. Darüber hinaus ermöglichen die Fortbildungsreihen den Lehrkräften, untereinander in Kontakt zu treten und sich über Unterrichtsinhalte, -materialien und -methoden an anderen Standorten als der eigenen Schule auszutauschen.

In der ersten Projektphase wurden sieben Fortbildungsreihen mit insgesamt 35 Fortbildungen organisiert und durchgeführt. Jede Fortbildungsreihe umfasste insgesamt fünf Module zu folgenden Themenbereichen: „Alphabetisierung“, „Lesen“, „Schreiben“, „Grammatik“ und „Sprachförderung im Fachunterricht“ (Mathematik-, Sach- oder Naturwissenschaftsunterricht).

Zur Evaluation dieser Vor-Ort-Angebote wurde ein Fragebogen erstellt, der die Eindrücke der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fortbildung erfasst. Exemplarisch werden an dieser Stelle einige Ergebnisse der Evaluation der ersten Fortbildungsreihe vorgestellt, die im Zeitraum Februar bis Mai 2016 für das KI Recklinghausen organisiert wurde. Alle Evaluationsergebnisse der Vor-Ort-Angebote werden nach Projektende im Sommer 2018 auf dieser Website veröffentlicht.

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Kommentare von Teilnehmenden

„Sehr informativ und lehrreich.“

„Da die Referentinnen von der Uni kommen, kann man davon ausgehen, dass die Ansätze wissenschaftlich evaluiert sind. Das gibt Sicherheit. Ich finde das sehr positiv.“

„Super toller Vortrag tolle Mischung aus Praxis und Theorie.“

„Sehr praxisnah!“

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Die überwiegend positive Resonanz auf die Angebote spiegelt sich außerdem in den zusätzlich organisierten Fortbildungen wider, die durch die Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeiter koordiniert und von den jeweiligen Kommunalen Integrationszentren selbst finanziert werden.

Die Auswertung der Evaluationen der ersten Projektphase sowie die Rücksprache mit den Kommunalen Integrationszentren zeigten den Wunsch nach einer flexibleren Gestaltung dieser Fortbildungsreihen. Somit wurden zum einen die angebotenen Reihen um ein zusätzliches Thema („Arbeit am [Fach-]Wortschatz“) erweitert, zum anderen besteht seitens der Kommunalen Integrationszentren die Möglichkeit, die Fortbildungsreihen – je nach Interesse und Bedarf der Lehrkräfte – thematisch aufzusplitten.

Die Evaluationsergebnisse werden allen Fortbildnerinnen und Fortbildnern der jeweiligen Reihen im Anschluss an die Veranstaltungen zur Verfügung gestellt. Dieses Feedback dient als Rückmeldung zur Optimierung zukünftiger Fortbildungen und ist somit ein wichtiges Instrument zur Qualitätssicherung.

In der zweiten Projektphase wurden neun Fortbildungsreihen mit insgesamt 28 Fortbildungen realisiert. Die relevanten Themenbereiche wurden seitens der Kommunalen Integrationszentren mit beratender Unterstützung der LeVi-Projektkoordinatorin der Universität Duisburg-Essen ausgewählt.